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Einen Datenmanagementplan schreiben mit RDMO

Online-Tool RDMO zum Erstellen von Datenmanagement-Plänen

UB und ZIM der Bergischen Universität Wuppertal testen zurzeit das Online-Tool RDMO (Research Data Management Organiser). Mitarbeiter dieser Universität, die einen Datenmanagementplan aufstellen wollen, können bereits auf der BUW-eigenen RDMO-Instanz arbeiten. Für das Einloggen werden ZIM-Benutzername und Passwort benötigt. Die Authentifizierung geschieht gegenüber dem Shibboleth Identity Provider der BUW. Mit einem Studierenden-Account (mit Matrikelnummer) ist der Zugang nicht möglich.

Screenshot Shibboleth Login-Seite
Shibboleth Login-Seite

Nach dem ersten Login ist Ihre Projektliste leer. Sie können einen Datenmanagementplan erzeugen, indem Sie ein Web-Formular ausfüllen; klicken Sie dafür auf "Neues Projekt erstellen". Wählen Sie Fragenkatalog "Alle Fragen", siehe Screenshot unten.

Nach dem Erzeugen des Datenmanagementplans klicken Sie auf "Fragen beantworten" und füllen den Datenmanagementplan aus. Sie können Ihre Arbeit jederzeit nach jedem "Sichern" bzw. "Sichern und fortfahren" unterbrechen und das Ausfüllen später fortsetzen. Das Auslassen von Fragen ist möglich und definitiv kein Problem. Sie können auch mittels der "Übersicht" in der rechten Spalte navigieren.

Die Frage

Gibt es an Ihrer Einrichtung Regeln oder Richtlinien zum Umgang mit den im Projekt erhobenen Forschungsdaten?

kann für den Projektpartner Bergische Universität Wuppertal mit einem Hinweis auf die folgenden Dokumente beantwortet werden:

Grundsätze zum Umgang mit Forschungsdaten an der Bergischen Universität Wuppertal, Verkündungsblatt der Bergischen Universität Wuppertal, herausgegeben vom Rektor am 27.08.2015, bscw.uni-wuppertal.de/pub/bscw.cgi/d9959781/am15093.pdf;

Handlungsempfehlungen in Ergänzung zu den Grundsätzen zum Umgang mit Forschungsdaten an der Bergischen Universität Wuppertal, verabschiedet am 27.08.2015, bscw.uni-wuppertal.de/pub/bscw.cgi/d9959792/am15094.pdf

Versionen und Projektmitglieder

Versionen des Datenmanagementplans können mit der Snapshot-Funktion gespeichert werden. Die Rückkehr zu einer früheren Version ist möglich.

Mit der Funktion "Mitglied hinzufügen" kann der Besitzer eines Projekts andere Nutzer in das Projekt aufnehmen. Dabei werden diesen neuen Mitgliedern Rechte verliehen. Vier verschiedene Rollen sind möglich:

RolleBeschreibung
Gastkann nur lesen und exportieren (Download des Datenmanagementplans)
Autorkann den Datenmanagementplan verändern
Managerwie Autor aber mit dem zusätzlichen Recht Snapshots (Versionen) zu speichern
Besitzerhat alle Rechte einschließlich Löschung des gesamten Projekts und kann Rechte an andere Nutzer vergeben

AUSGABE

Der Datenmanagementplan — egal ob vollständig oder nicht — kann dargestellt werden durch Klicken auf "Antworten anzeigen" (in den "Optionen" rechts in der Projektübersicht). Von hier aus kann der Datenmanagementplan zur Weiterbearbeitung auf der lokalen Maschine in mehrere gängige Textformate exportiert und lokal gespeichert werden.

Spezielle Output-Filter sind die "Ansichten". Diese passen den Output den Vorgaben der Forschungsförderer an oder lassen den Datenmanagement aussehen wie mit einem anderen Datenmanagementplan-Werkzeug erstellt, z.B. DMPonline oder DMPTool. Ansichten sind nur Output-Funktionen; sie verändern nicht die Antworten in der Datenbank von RDMO. Zu jeder Ansicht werden mehrere Dateiformate für den Export angeboten.

SICHERUNG

Das ZIM sichert den Server zwar als Ganzes, eine Wiederherstellung einzelner Datenmanagementpläne ist aber nicht möglich. Außerdem befindet sich RDMO noch in der Entwicklung. Ein Datenverlust ist daher nicht auszuschließen, beispielsweise wenn ein Update scheitert und RDMO neu installiert werden muss. Deshalb bitten wir Sie, Ihre Datenmanagementpläne als XML lokal zu sichern. Klicken Sie dafür mit der rechten Maustaste auf "Projekt als XML exportieren" und wählen Sie "Ziel speichern unter" in dem aufgepoppten Menü. Die Wiederherstellung gelingt mit der Importfunktion von RDMO. Auf diese Weise können Sie Ihren Datenmanagementplan auch an eine andere Einrichtung mitnehmen, die RDMO 0.10.7 oder neuer anbietet.

Datenmanagementplan als Anhang für einen Antrag auf Forschungsförderung bei der DFG

Für eine Reihe von Fächern wie z.B. der Biodiversitätsforschung erwartet die DFG eine detailliertere und präzisere Datenmagementplanung schon in der Antragsphase. Falls Sie nicht zum Kreis dieser Fächer gehören und die erste Version des Datenmanagementplans als Anhang für einen Antrag auf Forschungsförderung bei der DFG dienen soll, können Sie den Fragenkatalog "DFG" verwenden. Dieser enthält nur Fragen, die zu den für diese Phase genannten Anforderungen in den Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten der DFG besonders gut passen, und ist deshalb wesentlich kürzer als der Fragenkatalog "Alle Fragen".

Ein Wechsel des Fragenkatalogs ist jederzeit möglich. Gehen Sie dafür in die Projekteübersicht "Meine Projekte" und klicken Sie auf den Bleistift rechts vom Projektnamen. So gelangen Sie zu einer Seite, die die gleichen Felder enthält wie die Ihnen schon bekannte Seite "Neues Projekt erstellen". Ihre Antworten auf die DFG-Fragen werden beim Wechsel zum Fragenkatalog "Alle Fragen" übernommen, da "Alle Fragen" auch die Fragen des DFG-Fragenkataloges enthält. Wenn Sie in umgekehrter Richtung wechseln, werden nicht mehr alle Fragen und Antworten angezeigt, weil "DFG" kürzer ist. Ihre Antworten sind aber nicht verloren sondern in einer Datenbank gespeichert. Nach einem erneuten Wechsel zum Katalog "Alle Fragen" werden sie wieder dargestellt.

DFG-Antrag für bildungs-, sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Projekte

Für bildungs-, sozial- oder wirtschaftswissenschaftliche Projekte kann einer der spezifischen Fragenkataloge verwendet werden. Mit diesen Katalogen kann eine erste Version eines Datenmanagementplans zwecks Beigabe zu einem Förderantrag an die DFG geschieben werden. Die Kataloge bestehen aus den Fragen des Katalogs "DFG" ergänzt um Fragen, die gut zu den fachspezifischen Empfehlungen der DFG passen.

KatalogEmpfehlungen
Bildungswissensch. + DFGPetra Stanat, Bereitstellung und Nutzung quantitativer Forschungsdaten in der Bildungsforschung: Memorandum des Fachkollegiums "Erziehungswissenschaft" der DFG
Ökonomie + DFG

Rat für Sozial- und WirtschaftsDaten (RatSWD), Basisinformationen zum Forschungsdatenmanagement

Management von Forschungsdaten: Was erwartet das Fachkollegium 112 "Wirtschaftswissenschaften" von Antragstellenden?

Soziologie + DFG

Rat für Sozial- und WirtschaftsDaten (RatSWD), Basisinformationen zum Forschungsdatenmanagement

Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS), Bereitstellung und Nachnutzung von Forschungsdaten in der Soziologie

Falls der Datenmanagementplan später um weitere Fragen ergänzt werden soll, kann auf den Fragenkatalog "Alle Fragen" umgeschaltet werden.

Die Abbildung zeigt ein Mengendiagramm der fünf Fragenkataloge. Beispielsweise ist "DFG" Teilmenge von "Bildungswissensch. + DFG" und dieser wiederum Teilmenge von "Alle Fragen". Dass Katalog "Soziologie + DFG" eine Teilmenge von "Ökonomie + DFG" ist, ist jedoch kein Konstruktionsprinzip, sondern hat seinen Grund darin, dass sich aus der DGS-Stellungnahme keine zusätzlichen Fragen an Antragsteller ergeben. In Klammern steht die Zahl der Fragen im jeweiligen Katalog.

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